Fuxenvortrag – Goldenes Zeitalter der Niederlande

Leipzig, 21.04.2015

Jeder Fux kann und soll im Laufe seiner Fuxenzeit einen Vortrag auf dem Haus halten. Denn hier sind Fehler noch erlaubt und so kann der junge Student dasjenige üben, was er später im Beruf beherrschen sollte.

Aber auch für die anwesenden Zuhörer war der Abend von besonderem Interesse. Thema des Vortrags war das goldene Zeitalter der Kunst in den Niederlanden. Im Sinne eines studium universale bot der Vortrag die Möglichkeit über seinen eigenen Tellerrand hinauszublicken und jenseits der eigenen Fakultät Wissen zu erlangen.

Das Goldene Zeitalter bezeichnet in der niederländischen Geschichte eine rund einhundert Jahre andauernde wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit, die ungefähr das 17. Jahrhundert ausfüllt und in der Kunstgeschichte ohne Beispiel ist. Auf dem Höhepunkt des Goldenen Zeitalters um 1650 arbeiteten in den Niederlanden circa 700 Maler, die jährlich etwa 70.000 Gemälde fertigstellten. Ein solcher Gemäldeausstoß ist in der gesamten Kunstgeschichte beispiellos, weder in der italienischen Renaissance noch in Frankreich zur Zeit des Impressionismus hat es so etwas gegeben. Berühmte Künstler dieser Zeit waren Rembrandt und Vermeer.

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