Geschichte der K.D.St.V. Germania Leipzig

Die KDStV Germania Leipzig wurde am 8. Februar 1986 in Wermsdorf (40 km von Leipzig entfernt) als „Germania orientalis“ gegründet. Die Ursprünge liegen in der Katholischen Studentengemeinde (KSG) von Leipzig. Dort wurde unsere Verbindung von einem fröhlichen Freundeskreis gegründet, der Spaß an den couleurstudentischen Traditionen gefunden hatte. Da man wenig Informationen über den gegenwärtigen Stand und die Verbreitung des Verbindungswesens hatte, nannte man sich kurzerhand "Germania orientalis" für "Östliches Deutschland", was unsere Herkunft zeigen sollte. Im Zuge der weiteren Monate hat man das "orientalis" aus Gründen der Einfachheit weggestrichen.Heute ist dieser Name für uns Verpflichtung zum Abbau von "geistigen" Mauern und Vorurteilen allen neuen Leipzigern und Sachsen gegenüber, egal ob aus Westdeutschland oder dem Rest der Welt.

Das Verbindungsleben geschah zunächst heimlich, denn bei Bekanntwerden der Mitgliedschaft drohte die Relegation. Zu Beginn und Mitte der 80er Jahre funktionierte das Spitzelsystem der DDR noch sehr gut. Die Gründung einer – katholischen – Verbindung vertrug sich nicht mit dem real existierenden Sozialismus.

Nach dem Zusammenbruch der DDR, trat unsere Verbindung 1991 dem Dachverband der Deutschen Katholischen Studentenverbindungen, dem Cartellverband bei.

Noch eine Anmerkung in eigener Sache:
"Germania" wurde an den Deutschen Universitäten sehr häufig als Verbindungsname gewählt, jedoch haben die einzelnen Bünde wenig miteinander zu tun und unterscheiden sich häufig in vielen Dingen.

Überhaupt umfassen Verbindungen ein gewaltiges Spektrum an Überzeugungen. So war Alfred Herrhausen korporiert, sowie der in der RAF-Frühzeit aktive Horst Mahler, Karl Marx sowie Karl Liebknecht. Die Liste ließe sich unendlich weiterführen.


Über einen Besuch bei uns, bei dem Du Dir ein eigenes Bild von unserer Verbindung machen kannst, freuen wir uns sehr!